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19.07.2010 - Bestattungskultur: Umweltfreundlich sterben

Särge und Urnen aus Korb, Bambus oder Pappe, biologisch abbaubare Totenhemden und Kühlung statt Einbalsamierung: Öko-Bestattungen liegen im Trend und eröffnen den Menschen immer mehr Möglichkeiten, der Natur auf ihrem letzten Weg noch etwas Gutes zu zun.

So auch die katholische Erzdiözese in Sydney, die bei der "grünen Bestattung" ganz neue Wege geht: Neben der Beisetzung in unbehandelten Särgen und biologisch abbaubaren Totenhemden, sollen die herkömmlichen Grabsteine durch GPS-Empfänger ersetzt werden, mit deren Hilfe die Angehörigen die Begräbnisstätte mit dem Handy orten könnten.

Auch in England setzt man vermehrt auf die Öko-Bestattung, deren Pionier Bill Campbell aus Westminster in South Carolina ist. Auch er bietet seinen Kunden biologisch abbaubare Urnen und Särge aus geflochtenen Weidenruten oder Pappmaché, die sich nach ca. drei Monaten zersetzen. Sein Fokus liegt jedoch auf der Einbalsamierung ohne giftige Stoffe. Stattdessen verwendet Campbell eine Kombination aus Jod, Salzen und natürlichen Planzen-Extrakten. Und er arbeitet mit Trockeneis.

Auch das in Schweden entwickelte Verfahren namens „Promession“, bei dem der Körper der Toten erst tiefgefroren und dann durch Erschütterung pulverisiert wird, zählt zu einer der zahlreichen umweltfreundlichen Bestattungsalternativen, wenngleich viele dieser „grünen Beisetzungen“ obszön erscheinen mögen.

Auch bei FriedWald spielt der ökologische Aspekt eine bedeutende Rolle: In biologisch abbaubaren Urnen wird die Asche der Verstorbenen direkt an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Die Grabstätte kann nach Wunsch mit einer Namenstafel am Baum markiert werden. Die Grabpflege im FriedWald übernimmt die Natur. So gleicht kein Grab dem anderen. Aspekte wie Individualität, Freiheit und Nachhaltigkeit beschreiben das Konzept der Bestattung in der Natur: Eine friedvolle und gleichzeitig umweltschonende Ruhestätte.








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