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FriedWald GmbH
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Ein FriedWald in Ihrer Kommune


Der Wandel in der deutschen Bestattungskultur geht weiter: Der Rückgang der Erdbestattungen und die verstärkte Nachfrage nach pflegefreien Grabstätten mit namentlicher Nennung sind wichtige Vorgänge. Die Menschen wünschen sich dabei vor allem heimatnahe Grabstätten und einen festen Bezugspunkt für die Trauer. Gerade dann, wenn die Angehörigen nicht mehr vor Ort leben. Mit der Einrichtung eines FriedWald-Standortes in Ihrer Kommune werden Sie diesen Bedürfnissen gerecht.

  • Nutzung von Waldgebieten zur Etablierung eines FriedWald-Standortes

    Ein FriedWald bietet eine trostreiche Umgebung für trauernde Menschen und pflegefreie Grabstätten in einer naturnahen Umgebung. So erklärt sich, dass sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger einen FriedWald als letzte Ruhestätte wünschen.

    Der typische FriedWald-Interessent ist älter als 50 Jahre und hat einen starken Bezug zur Natur. Er ist generell vorsorgeorientiert, favorisiert individuelle Lebensentwürfe und erwartet erstklassigen Service.

    Diesen Menschen können Sie ein zeitgemäßes, bedarfsorientiertes Angebot machen – nicht nur für die Bürger in Ihrer Kommune, sondern für wesentlich mehr Interessenten in der gesamten Region. Sie schaffen eine würdevolle Alternative zu anonymen Gräbern und pflegen damit ein positives, innovatives Image. Gleichzeitig gewährleistet das generationsübergreifende Konzept, dass sich ganze Familien nachhaltig für Ihre Kommune interessieren, auch weckt FriedWald landesweites Medieninteresse und betreibt so Werbung für Ihre Kommune in der ganzen Region.

    Wenn es in Ihrer Kommune geeignete Waldflächen gibt, würden wir uns freuen, wenn Sie Kontakt zu uns aufnehmen. Wir beraten und betreuen Sie gerne auf dem Weg zum FriedWald-Standort. Unsere Mitarbeiter prüfen nach ersten Vorgesprächen in einer kostenlosen Standortanalyse, ob in Ihrem Wald die weiteren Voraussetzungen für einen erfolgreiche Umsetzung eines FriedWald-Projekts erfüllt werden. Unser Team informiert Sie gegebenenfalls direkt vor Ort über alle weiteren Schritte und analysiert mit Ihnen gemeinsam das Potential Ihrer Waldfläche.

    Grundsätzliche Voraussetzungen für die Einrichtung

    Eine für die Nutzung als FriedWald geeignete Waldfläche sollte:

    • Überwiegend mit Laubbäumen bestockt sein, gerne auch in den jüngeren Altersklassen
    • Keine steile Hanglage mit über 25% Steigung aufweisen
    • über eine Anbindung an eine öffentliche Straße verfügen
    • gut erreichbar in der Nähe größerer Ballungsräume liegen
  • Nutzung von Friedhofsüberhangflächen

    Der Wandel von der Erdbestattung hin zur Urnenbestattung hat in vielen Kommunen zur Folge, dass auf den dortigen Friedhöfen große Überhangsflächen entstehen. Häufig sind diese gleichzeitig mit großen alten Laubbäumen bestockt, so dass die Nutzung dieser Bäume als Bestattungsbäume eigentlich sehr sinnvoll erscheint. Bei der Diskussion dieser Thematik in den kommunalen Gremien sind dabei einige Punkte zu berücksichtigen.

    Die Einrichtung einer Baumbestattungsanlage ist mit erheblichen Investitionskosten (z.B. für Vermessung, Kartierung, baumchirurgische Maßnahmen, Wegebau) sowie laufende Kosten (z.B. für Verkehrssicherung – speziell bei älteren Bäume, Ersatzbaumpflanzungen) verbunden.

    Baumbestattungen auf einem Friedhof werden in der Regel nicht als naturnahe Bestattungsalternative für eine ganze Region wahrgenommen, sondern nur als zusätzliches Angebot des örtlichen Friedhofs an die Einwohner der jeweiligen Kommune. Das grundsätzliche Problem der Überhangsflächen kann durch ein innerörtliches Angebot also nicht gelöst werden, sondern es erfolgt lediglich eine kostenintensive Verschiebung innerhalb der kommunalen Friedhöfe.

    FriedWald ist eine Bestattungsalternative in der freien Natur. Es gibt hier keine Mauern, Öffnungszeiten oder parkähnliche Einrichtungen. Menschen die sich für diese Bestattungsform entschieden haben, wollen nicht auf einem klassischen Friedhof beigesetzt werden. FriedWald kann deshalb auch nicht als Konkurrenz für den einheimischen Friedhofsbetrieb angesehen werden, sondern als völlig eigenständige Begräbnisform, die nur in einem frei zugänglichen Waldstück eingerichtet werden kann.

    In der Regel entscheiden sich ca. 3 Menschen pro 10.000 Einwohner für die Bestattung in einem FriedWald (vergleiche unten stehende Zahlen). Es stellt sich hier also die grundsätzliche Frage, ob der genannte Aufwand für diese geringe Fallzahl gerechtfertigt erscheint.

FriedWald Elm Dessau-Wörlitz Fürsten­walde
Bestat­tungen 2010 147 97 454
Träger­kommune Königslutter Oranienbaum Fürstenwalde
Einwohner 15.700 3.280 32.468
Bestat­tungen Kommunen im Jahr ca. 157 ca. 33 ca. 325
davon 2010 im FW 8 1 6
in % 5,0 3,0 1,8
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Fragen und Antworten zur Standortentwicklung

  • Wie stehen die Kirchen zum Thema FriedWald?

    FriedWald erfüllt alle Bedingungen der Kirchen beider Konfessionen, unter denen Geistliche eine Beisetzung in einem Bestattungswald begleiten können. Zwei FriedWald-Standorte befinden sich bereits in kirchlicher Trägerschaft.

    Darf in einem FriedWald gejagt werden?

    Grundsätzlich sind FriedWald-Standorte befriedete Bezirke, in denen die Jagd ruht. Dies wird an den meisten FriedWald-Standorten so auch praktiziert. Es gibt aber auch Beispiele für Ausnahmen von diesem Grundsatz. In diesen Wäldern ist die Regulierung von Schalenwildbeständen unter klar definierten Bedingungen möglich. Die Bejagung erfolgt hier selbstverständlich unter strenger Wahrung der Würde des Ortes und der Sicherheit der Besucher.

    Was passiert, wenn ein Baum naturbedingt ausfällt?

    Die Entscheidung für FriedWald ist auch eine Entscheidung für die Natur. Ein Schaden durch natürliche Ereignisse kann nie völlig ausgeschlossen werden.

    In diesem Fall übernimmt FriedWald typischerweise die Kommunikation mit Angehörigen oder Kunden. Ist am Baum noch niemand beigesetzt, kann kostenfrei ein anderer Baum ausgewählt werden. Ist schon jemand bestattet, haben die Angehörigen Anspruch auf einen Ersatzbaum – das kann ein älterer Nachbarbaum oder ein neu gepflanzter Baum sein.

    Wie viele Menschen kommen in einen FriedWald?

    Die Widmung eines FriedWald-Standortes erhöht den Besucherverkehr nur unwesentlich. Bei Standorten mit wenigen Baumverkäufen im Jahr (circa 50) beträgt die Besucherfrequenz drei Personen pro Tag. Bei mittleren Baumverkäufen (circa 100) sind es vier bis fünf Personen pro Tag, und selbst bei Standorten mit einer hohen Zahl an Baumverkäufen (circa 150) ist mit nicht mehr als sieben bis acht Personen pro Tag zu rechnen.

    Wie ist ein FriedWald ausgestattet?

    Ein FriedWald ist Teil eines naturnahen Waldgebietes. Außer einem Wanderparkplatz am Eingang (15 bis 20 Stellplätze) und dem meist schon vorhandenen Netz aus Wegen und Rückegassen werden keine weiteren baulichen Einrichtungen benötigt. Insofern muss auch kein Bebauungsplan aufgestellt werden (Ausnahme: Hessen). Auf einer Waldlichtung wird ein Andachtsplatz eingerichtet, auf dem auch ein Holzkreuz stehen kann.

    Muss ein FriedWald eingefriedet sein?

    In Baden-Württemberg, Bayern und Hessen ist eine Einfriedung gesetzlich vorgeschrieben. Diese sollte naturnah gestaltet sein (etwa durch Hecken, Sträucher oder natürliche Verjüngung). Fehlt der Randbewuchs, kann die Einfriedung in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde aus Stammabschnitten oder einem Holzgeländer errichtet werden. In den übrigen Bundesländern genügt eine Beschilderung der FriedWald-Grenzen.

    Wie wird der Bestattungsort bis zu 99 Jahre rechtlich gesichert?

    Der FriedWald erfährt eine Widmung wie ein Friedhof und steht in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft durch die örtliche Gemeinde oder die Kirche (im Evangelisch-Lutherischen FriedWald am Schwanberg und im Evangelisch-Lutherischen FriedWald Altmühltal in Pappenheim) oder in privater Trägerschaft durch einen Waldbesitzer.

    Ergänzend ist die Fläche zugunsten der Trägerkommune durch eine in das Grundbuch eingetragene beschränkt persönliche Dienstbarkeit gesichert. Damit ist und bleibt der FriedWald Bestattungsort – gemäß den gesetzlichen Regelungen und unabhängig vom Unternehmen FriedWald.

    Muss eine Waldumwandlung genehmigt werden?

    Da die forstliche Bewirtschaftung inklusive Holznutzung zumindest in eingeschränkter Form weiterhin betrieben wird und Erholungs- und Schutzfunktionen nicht eingeschränkt werden, handelt es sich bei einer Widmung zum FriedWald nicht um einen genehmigungspflichtigen Umwandlungstatbestand (Ausnahme Bayern).

    Ist das Betreten eines FriedWald-Standortes zur Erholung möglich?

    Als Teil eines größeren Waldgebietes bleibt ein FriedWald auch nach seiner Widmung für alle Erholungsuchenden zugänglich. Das allgemeine Betretungsrecht des Waldes wird also in keiner Weise eingeschränkt, lediglich das Verhalten der Menschen sollte der Würde des Ortes angemessen sein.

    Wer betreut die FriedWald-Fläche?

    Für sämtliche mit der FriedWald-Fläche in Zusammenhang stehenden Arbeiten ist der FriedWald-Förster zuständig. Er ist dazu in der Regel von Donnerstag bis Samstag auf der Fläche anzutreffen. Dabei fungiert er auch als Ansprechpartner für FriedWald-Besucher.

    Wird die FriedWald-Fläche sofort in ihrer Gesamtheit in Anspruch genommen?

    Die FriedWald-Fläche wird nur schrittweise mit Grabfeldern von zwei bis drei Hektar erschlossen. Ein neues Grabfeld wird erst freigegeben, wenn ein anderes weitestgehend belegt ist. Unbelegte und nicht mehr benötigte Waldteile können mit Zustimmung der Vertragsparteien auch wieder entwidmet werden.

    Wer übernimmt die Investitionskosten im FriedWald?

    Investitionskosten werden vom Waldbesitzer und der FriedWald GmbH übernommen.

    Sind FriedWald-Bestattungen anonym?

    Im FriedWald sind Beisetzungen nie anonym, da der Beisetzungsort den Angehörigen immer bekannt ist. Über 90 Prozent der Angehörigen entscheiden sich zudem für eine namentliche Nennung am Baum. Auf fast allen klassischen Friedhöfen ist der Anteil namenloser Urnenbestattungen deutlich höher.

    Welche Schritte sind zur Einrichtung eines FriedWald-Standortes in meiner Kommune sinnvoll?

    • Information von Verwaltungsspitze und kommunalen Gremien
    • Gegebenenfalls Ortsbesichtigung eines FriedWald-Standortes in der Nähe
    • Beratung im zuständigen Ausschuss
    • Grundsatzbeschluss des Rates
    • Vertragsverhandlung
    • Antrag auf Genehmigung eines FriedWald-Standortes in kommunaler Trägerschaft
    • Genehmigungsbescheid
    • Erlass der FriedWald-Satzung
    • Eintragung der beschränkt persönlichen Dienstbarkeit

    Wer übernimmt die Verkehrssicherungspflicht?

    Die Gemeinde als Friedhofsträger ist von der Durchführung der Verkehrssicherungspflicht freigestellt. Diese übernimmt der Waldeigentümer.

    Wie wird ein FriedWald-Grab geschmückt?

    Grabschmuck im herkömmlichen Sinne, wie Blumen, Kränze oder Grabsteine, gibt es in einem FriedWald nicht, damit dessen natürliche Schönheit erhalten bleibt. Lediglich bei der Beisetzung schmückt der FriedWald-Förster die Graböffnung mit natürlichen Materialien, die ihm der Wald – je nach Jahreszeit – zur Verfügung stellt.

    Graben Wildschweine Urnen aus?

    Es ist seit der Eröffnung des ersten FriedWald-Standortes im Jahr 2001 noch nie vorgekommen, dass eine Urne freigelegt oder ausgegraben wurde. Weder der Inhalt noch das Material, aus dem die Urnen hergestellt sind, enthalten Stoffe, die für Wildschweine interessant sind.

Ihre Ansprechpartner für die Standortentwicklung

Dr. Hans-Adam von SchultzendorffDr. Hans-Adam von Schultzendorff

Dr. Hans-Adam von Schultzendorff

für Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

06155 848-205

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Stephan MartiniStephan Martini

Stephan Martini

für Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland

06155 848-213

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Dr. Renate Knauf

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für Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

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