Baumbestattung im Wald in einer biologisch abbaubaren Urne
Ratgeber

Baumbestattung: Kosten und Ablauf

Vielleicht spielen Sie mit dem Gedanken, Ihre letzte Ruhe unter einem Baum inmitten der Natur zu finden? Oder aber eine Ihnen nahestehende Person wünscht sich eine Bestattung in einem FriedWald. Wie sich Ablauf und Kosten einer Baumbestattung von einer Beisetzung auf einem herkömmlichen Friedhof unterscheiden, erfahren Sie in diesem Artikel.

In den letzten Jahren wird immer mehr die Nähe zur Natur gesucht, so verhält es sich auch bei Beisetzungen. Der Wunsch nach Individualität spiegelt sich auch in der Bestattungskultur. Eine natürliche und würdevolle Alternative zu herkömmlichen Bestattungen: Das wünschen sich immer mehr Menschen. Eine Baumbestattung ist naturnah, unabhängig von Konfessionen und sozialen Zwängen.

Eine Baumbestattung ist nicht ortsgebunden

Eine Bestattung in einem FriedWald ist, anders als eine klassische Friedhofsbeisetzung, nicht ortsgebunden. So können Menschen beispielsweise in Norddeutschland verstorben sein, aber an einem beliebigen Ort in Deutschland bestattet werden. Das ist zum Beispiel dann eine schöne Idee, wenn die verstorbene Person eine bestimmte Region besonders gemocht hat. Vielleicht fühlte sich die verstorbene Person besonders stark mit einem bestimmten Urlaubsziel verbunden, welches abseits des Wohnortes liegt, und möchte dort die letzte Ruhe finden.

Die Gründe für eine Waldbestattung sind vielfältig. Heute gestalten sich Lebensrealitäten pluraler als früher, Familien leben oft nicht mehr in derselben Region. Dadurch ist etwa die Grabpflege bei einem herkömmlichen Friedhofsgrab schwerer zu organisieren.

Die natürliche Grabpflege

Bei einer Baumbestattung entfällt die klassische Grabpflege komplett. So wandelbar wie das Leben, ist auch die natürliche Grabgestaltung. Im Frühling und Sommer zieren dichtes grünes Blätterwerk, samtiges Moos und zarte Wildblumen das Grab. Im Herbst hingegen raschelndes, buntes Laub und schließlich im Winter Eiskristalle und Schnee.

Gestecke, Kerzen oder anderer Grabschmuck ist im FriedWald nicht gestattet, da diese das natürliche Waldbild stören würden. Zudem sind sie meist aus nicht abbaubaren Materialien gefertigt und können Wildtieren und dem Wald schaden. Sie möchten die Grabstätte kenntlich machen? Dann haben Sie die Möglichkeit, den Baum mit einer Namenstafel zu versehen.

Wie teuer ist eine Baumbestattung?

Die Kosten einer FriedWald-Baumbestattung richten sich nach der Wahl des Baumgrabes und können je nach Standort variieren. Einen Platz im FriedWald gibt es ab derzeit 590 Euro, einen Baum können Sie ab derzeit 2.890 Euro erwerben. Diese Kosten umfassen jeweils das Nutzungsrecht, den Eintrag in das Baumregister und die FriedWald-Urkunde als Grabnachweis. Bitte beachten Sie, dass die Kosten an einzelnen Standorten davon abweichen können. Dazu kommen im Trauerfall jeweils die Beisetzungskosten in Höhe von derzeit 450 Euro. Diese pauschalen Beisetzungskosten beinhalten die Graböffnung und –schließung sowie bei Bedarf die biologisch abbaubare FriedWald-Urne.

Gerne können Sie sich auf unserer Website über die verschiedenen Standorte informieren oder sich zu einer unserer kostenlosen Waldführungen anmelden, um FriedWald kennenzulernen. Wofür Sie sich auch entscheiden: Wir beraten und unterstützen Sie gern. 

Einzelplätze

Sie oder eine einzelne verstorbene Person aus Ihrem Umfeld hegt den Wunsch, in einem FriedWald beigesetzt zu werden? Dann ist ein Einzelplatz eine gute Wahl. Sie können sich vorab auf unserer Website über verfügbare Plätze informieren und diese auch reservieren. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Lageplan vor Ort zu erhalten. 

Ein einzelner Platz im FriedWald beginnt preislich bei 590 Euro. Dieser beinhaltet das Nutzungsrecht, einen Eintrag in das Baumregister sowie eine FriedWald-Urkunde als Grabnachweis.

Ein Baum im FriedWald

Alternativ können Sie das Beisetzungsrecht an einem ganzen Baum im FriedWald erwerben. Dieser kann eine besondere Beisetzungsoption für Familien, Paare oder Freundeskreise darstellen. Ein solcher Baum beginnt preislich ab 2.890 Euro und beinhaltet ebenfalls das Nutzungsrecht, einen Eintrag in das Baumregister sowie eine FriedWald-Urkunde als Grabnachweis.

Beisetzungskosten, Urne und Namenstafel

Für jede Bestattung im FriedWald werden zusätzlich jeweils Beisetzungskosten in Höhe von derzeit 450 Euro berechnet. Diese umfassen die Graböffnung und -schließung sowie die biologisch abbaubare FriedWald-Urne. Wer sich eine andere, sogenannte Schmuckurne wünscht, kann diese mithilfe eines Bestattungshauses auswählen.

Eine am Baum angebrachte Namenstafel bewegt sich preislich zwischen 30 und 125 Euro. Auf Wunsch können auch Familienwappen oder Ähnliches integriert werden – dies geht jedoch nur, wenn das Beisetzungsrecht an einem ganzen Baum erworben wurde.

Der Ablauf einer Trauerfeier im FriedWald

Den individuellen Ablauf Ihrer Trauerfeier können Sie vorab mit uns besprechen oder vor Ort bei der Begrüßung bestimmen. Gerne stehen wir Ihnen bereits davor beratend zu Seite.

Der Beginn

Wenn die komplette Trauergesellschaft angekommen ist, empfängt Sie die FriedWald-Försterin oder der FriedWald-Förster auf dem Parkplatz des jeweiligen FriedWald-Standortes. Die Urne wird entweder von der Försterin oder dem Förster mitgebracht oder von dem Bestattungsunternehmen. Ob die Urne von Angehörigen oder der Försterin oder dem Förster zum Baumgrab getragen wird, können Sie frei entscheiden.

Häufig beginnen die Beisetzungen am Andachtsplatz, der Sitzgelegenheiten und Platz für größere Trauergesellschaften bietet. Auf Wunsch können Sie die Trauerfeier auch direkt am Baumgrab beginnen.

Die Zeremonie

Die Zeremonie der Trauerfeier im FriedWald richtet sich nach den Wünschen, die Sie vorher mit uns festgelegt haben. 

Eine Bestattung ist im FriedWald nicht an Konfessionen gebunden.  So können auch nicht-geistliche Trauerredner oder Trauerrednerinnen problemlos in die Zeremonie eingebunden werden. Genauso werden aber auch zahlreiche Beisetzungen von christlichen Kirchen begleitet. Darüber hinaus ist es möglich, dass Angehörige Reden halten. Neben einer Trauerrede ist die musikalische Begleitung eine tröstliche Praktik. Auch hier können Sie sich in der Gestaltung selbstverständlich nach den Wünschen der verstorbenen Person beziehungsweise Ihren eigenen Wünschen richten. So sind auch Klänge von etwa Gitarren, Flöten oder Ähnlichem erlaubt. Ein Abschied in Stille kann ebenso klangvoll sein. Die Geräusche des Waldes spenden dann umso mehr Trost: das Zwitschern der Vögel, das Blätterrauschen im Wind oder das Knacken der Äste.

So individuell wie die verstorbene Person und die Beisetzung ist im FriedWald auch das Baumgrab. Der Baum wird zu einer persönlichen Ruhestätte, die eine Namenstafel auszeichnen kann. Kein Baum gleicht dem anderen – genauso wie auch kein Mensch dem anderen gleicht.