FriedWald Dormagen eröffnet

Eröffnung FriedWald Dormagen

Bestattung in der Natur ist jetzt auch im Chorbusch möglich

Griesheim, Dormagen, August 2020 – Die letzte Ruhe in der tröstlichen Atmosphäre eines Waldes finden: Das ist nun auch in Dormagen möglich. Im abwechslungsreichen Laubmischwald, der bei den Menschen der Region von Köln bis Düsseldorf als Naherholungsgebiet beliebt ist, wurde auf 64,4 Hektar der FriedWald Dormagen eingerichtet.

Seit dem 29. Juli kann hier die Asche Verstorbener unter den Bäumen des Waldes beigesetzt werden. Dabei kommen ausschließlich biologisch abbaubare Urnen zum Einsatz, die sich mit der Zeit auflösen. Die Asche geht dann in den Boden und in den natürlichen Kreislauf des Waldes über.

FriedWald bietet Vielfalt, Wahlfreiheit und Individualität

„Wir können den Menschen aus Dormagen mit dem FriedWald einen natürlichen Friedhof im Wald anbieten. Das ergänzt unser städtisches Friedhofsangebot und gibt den Bürgern mehr Freiheit in der Wahl ihrer letzten Ruhestelle“, sagt Erik Lierenfeld, Bürgermeister der Stadt Dormagen.

Auch im Wald selbst ist die Wahlmöglichkeit groß. Wer hier seine letzte Ruhe finden möchte, kann sich für einen einzelnen Platz unter einem gemeinschaftlich genutzten Baum entscheiden. Genauso kann aber auch das Beisetzungsrecht für alle unter einem Baum verfügbaren Grabstellen erworben werden. Der Baum kann dann für Familie und Freunde bis ins Jahr 2119 als Ort der Beisetzung dienen – so lange steht der Bestattungswald als Friedhof zur Verfügung.

„Wir haben hier einen besonders schönen Mischwald, der nicht nur eine Vielzahl unterschiedlicher Baumarten vorweisen kann. Zusammen mit vielen Gräsern, Kräutern und Sträuchern bilden sie ein Biotop, in dem sich auch zahlreiche Wildtiere wohlfühlen.“ So beschreibt Stephan Schütte, Leiter Forstbetrieb vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft des Landesbetriebs Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, den Wald. Andreas Wiebe, Leiter von Wald und Holz NRW, ergänzt: „Wälder sind hoch emotionale Orte, die uns durch unser Leben begleiten. Da ist es nur konsequent auch für die letzte Ruhe den Ort zu wählen, der uns schon zu Lebzeiten so vielfältig inspiriert hat.“ Es ist bereits der fünfte FriedWald-Standort, den Wald und Holz NRW gemeinsam mit der FriedWald GmbH betreibt.

Die besondere Bindung der Menschen zum Wald kann auch Matthias Laufer aus seiner langjährigen Erfahrung als Geschäftsleiter der FriedWald GmbH bestätigen. „Individualität und Persönlichkeit sind nicht nur Merkmale, die einen Menschen einzigartig machen. Sie sind auch wichtig für den letzten Abschied“, sagt Laufer. Im FriedWald könne dieser sehr frei gestaltet werden, was bei der Trauerbewältigung helfe. „Wer sich der Natur verbunden fühlt, soll auch hier seine letzte Ruhe finden können. Und wer an einem Baum seiner Lieben gedenkt, den diese sich vielleicht sogar selbst noch zu Lebzeiten als Ort der letzten Ruhe ausgewählt haben, kann von der tröstlichen Wirkung des Waldes profitieren.“

Gemeinsam mit den FriedWald-Förstern zur Waldführung

Interessenten haben regelmäßig die Möglichkeit, den FriedWald Dormagen bei einer kostenlosen Waldführung kennenzulernen. An ein bis zwei Samstagen pro Monat geht es mit den FriedWald-Förstern bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Wald. Dabei erklären sie alles Wissenswerte zu FriedWald und beantworten Fragen rund um die Bestattung in der Natur. Nähere Informationen, Termine und Anmeldung unter Tel.: 06155 848-100 oder www.friedwald.de/dormagen.

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Gemeinsam pflanzen (v. l.) Matthias Laufer, Geschäftsleiter der FriedWald GmbH, Thomas Wedowski, Vorstand Technische Betriebe Dormagen, und Björn Hohenstein, Leiter Produktentwicklung Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, den Eröffnungsbaum.
Foto: FriedWald GmbH

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