FriedWald Lenzkirch-Grünwald eröffnet

Der Andachtsplatz im FriedWald Lenzkirch-Grünwald.

Wer in einem Wald seine letzte Ruhe finden möchte, kann dies nun auch bei Lenzkirch.

Griesheim, Lenzkirch, Mai 2019 – Wer in einem Wald seine letzte Ruhe finden möchte, kann dies nun auch bei Lenzkirch. Am 10. Mai wurde der FriedWald Lenzkirch-Grünwald im gleichnamigen Ortsteil eröffnet. Damit gibt es im Hochschwarzwald bereits den zweiten FriedWald-Standort.

Lenzkirchs Bürgermeister Andreas Graf, Dr. Jens Borchers, Forstbetriebsleiter Fürst zu Fürstenberg, und Petra Bach, Geschäftsführerin von der FriedWald GmbH, freuen sich, dass der Bestattungswald jetzt in Betrieb genommen werden kann.

„Es ist schön, für die Gemeinde Lenzkirch einen Beitrag für die Verwirklichung eines solchen Projektes geleistet zu haben“, sagt Graf mit Blick auf die eineinhalb Jahre dauernde Vorbereitungszeit. „Dieser Ort des Erinnerns und Gedenkens ist eine Ergänzung zu den Angeboten in unserer Gemeinde.“

Auch seitens des Forstbetriebs Fürst zu Fürstenberg blickt man mit einem positiven Gefühl auf den neuen FriedWald-Standort. „Das ist bereits der siebte Bestattungswald, den wir gemeinsam mit FriedWald eröffnen und betreiben. Bisher sind unsere Erfahrungen mit dieser nachhaltigen und angemessenen Nutzung des Waldes durchweg positiv. Wir sind sehr zuversichtlich, dass auch der FriedWald Lenzkirch-Grünwald gut angenommen wird.“

Neben den drei Gastgebern sprach an der feierlichen Eröffnung auch Gabriele Heuß, Pfarrerin der evangelischen Kirche Lenzkirch und bat um Gottes Segen für den FriedWald. Im Anschluss an die Redebeiträge wurde gemeinsam als Eröffnungsbaum eine Kirsche gepflanzt. Danach hatten die rund 75 Gäste Gelegenheit, den FriedWald und das Konzept der Bestattung in der Natur im Rahmen einer Waldführung kennenzulernen.

Individuelle Naturbestattung im tröstlichen Wald

„Ein FriedWald lässt einen neuen Umgang mit dem Tod zu, ohne – und das ist mir wichtig – mit Traditionen zu brechen. Trauer und Erinnerung finden hier einen festen Bezugspunkt. Religion und der Glaube an die Auferstehung gelten fort, andere Lebenseinstellungen behalten ihren eigenen Wert“, betonte Petra Bach. „Jeder Mensch trauert anders, jeder lebt individuell. Wer sich der Natur besonders verbunden fühlt oder den Wald als tröstlich empfindet, soll hier die letzte Ruhe finden können.“

Im artenreichen und relativ jungen Waldgebiet stehen Laubbaumarten wie Eberesche, Ahorn, Birke, Kirsche sowie vereinzelt Buche und Weide, aber auch die für den Schwarzwald typischen Nadelbäume wie Fichte oder die aus Nordamerika stammende Douglasie als Bestattungsbäume zur Verfügung. Unter ihnen ruht die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen. Der Wald bleibt in seiner Natürlichkeit erhalten, da allein die Natur die Grabpflege übernimmt. Vom Waldrand aus ergeben sich wunderschöne Aussichten in den märchenhaften Schwarzwald.

FriedWald-Konzept bei einer Waldführung kennenlernen

Interessenten haben regelmäßig an einem Samstag im Monat die Möglichkeit, den FriedWald Lenzkirch-Grünwald bei einer kostenlosen Waldführung kennenzulernen. Bei dem gemeinsamen Spaziergang zeigen ihnen die FriedWald-Förster Bruna Rösch-Schulz und Thomas Schulz die Schönheiten des Waldes. Außerdem erklären sie die Besonderheiten eines Bestattungswaldes und beantwortet alle Fragen von Vorsorge bis Beisetzung. Die nächsten Termine sind am 11. Mai und 15. Juni jeweils um 14 Uhr. Nähere Informationen und Anmeldung unter Tel.: 06155 848-200 oder www.friedwald.de/lenzkirch.

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Pfarrerin Gabriele Heuß bat um Gottes Segen.
Foto: FriedWald GmbH

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Gemeinsam pflanzen Gabriele Heuß (li), Petra Bach, Dr. Jens Borchers und Andreas Graf (re) den Eröffnungsbaum.
Foto: FriedWald GmbH

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Baumplakette im FriedWald Lenzkirch-Grünwald.
Foto: FriedWald GmbH

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Andachtsplatz im FriedWald Lenzkirch-Grünwald
Foto: FriedWald GmbH

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Die FriedWald-Förster in Lenzkirch-Grünwald Bruna Rösch-Schulz und Thomas Schulz
Foto: FriedWald GmbH

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