Östlichster FriedWald Baden-Württembergs eröffnet

FriedWald Duttenstein eröffnet

Bestattungen unter den Bäumen des Waldes sind jetzt im FriedWald Duttenstein möglich

Griesheim, Dischingen, August 2020 – Dort, wo sie sich zu Lebzeiten schon wohl fühlen, wollen immer mehr Menschen die letzte Ruhe finden: im Wald. Dies ist nun auch bei Dischingen im FriedWald Duttenstein möglich. Auf einer Fläche von 57 Hektar kann im mittlerweile 14. Bestattungswald Baden-Württembergs die Asche Verstorbener beigesetzt werden. In dem Mischwald stehen Buchen, Hainbuchen, Linden, Eichen, Ahorne, Kastanien und Kirschen als Baumgrabstätten zur Auswahl.

„Es ist Ausdruck eines selbstbestimmten Lebens, auch entscheiden zu können, wie die letzte Ruhestätte aussehen soll. Ein Friedhof kann also viele Gesichter haben“, sagt Bürgermeister Alfons Jakl. Die Gemeinde Dischingen habe sich deswegen entschlossen, gemeinsam mit FriedWald und dem Blauwald-Forstbetrieb, den FriedWald Duttenstein einzurichten. „Der traditionelle örtliche Friedhof in der Gemeinde hat genauso seine Daseinsberechtigung, wie dieser Friedhof im Wald. Wichtig ist, dass sie den Menschen Halt geben und einen Ort, wo sie ihrer Verstorbenen gedenken können.“ Das sei auch bei dem neuen FriedWald mit seinem Andachtsplatz und der tröstlichen Waldatmosphäre gelungen.

Bei der offiziellen Eröffnung am 18. August 2020 waren auch Pfarrer Bernhard Philipp vom Evangelischen Pfarramt Nattheim Ost und Fleinheim-Dischingen sowie Pfarrer Dr. Dietmar Horst von der Katholischen Kirchengemeinde St. Georg Auernheim und Herz Jesu Kirche Nattheim anwesend. Gemeinsam sprachen Sie über die besondere Bedeutung des Friedhofs und segneten den FriedWald Duttenstein. 

„Wir bei Blauwald haben uns selbst den Maßstab gesetzt, unsere Wälder nachhaltig, sozial verträglich und ökologisch zu bewirtschaften“, sagt Thomas Venus, Geschäftsführer der Blauwald GmbH & Co KG. „Den Wald dieser Bestimmung als Ort der letzten Ruhe zuzuführen, passt sehr gut zu unserem Anspruch. Es wird für uns selbst und auch für unsere Nachfolger spannend sein, zu beobachten, wie sich der Wald entwickeln wird.“ Mit der Widmung als Friedhof wird der Wald für 99 Jahre geschützt. So lange können die Bestattungsbäume hier weiterwachsen, altern und damit das Waldbild natürlich verändern.

„Als wir vor ziemlich genau 20 Jahren FriedWald gründeten, gab es noch viele Bedenkenträger“, erinnert sich Petra Bach, Geschäftsführerin der FriedWald GmbH. „Doch seitdem hat sich gezeigt: Der Trend geht ganz klar hin zur naturnahen Bestattung. Die Menschen wollen zurück zur Natur, schätzen die positive Wirkung des Waldes auf ihre Psyche und erleben gerade die Möglichkeit der Vorsorge bei FriedWald als besonders befreiend.“ In dem Bestattungswald ist es möglich, schon zu Lebzeiten den eigenen Baum für die letzte Ruhe auszuwählen. Etwa 40 Prozent der Menschen, die sich bereits für einen Platz im FriedWald entschieden haben, taten dies in Vorsorge. „Zu wissen, dass die letzten Angelegenheiten geregelt sind und man den Angehörigen keine offenen Fragen hinterlässt, ist für viele ein beruhigender Gedanke“, sagt Bach.

Gemeinsam mit den FriedWald-Förstern zur Waldführung

Der erste Schritt in Sachen Vorsorge ist dabei meist die Teilnahme an einer kostenlosen Waldführung. Auch Menschen, die den FriedWald Duttenstein kennenlernen möchten, haben dazu regelmäßig Gelegenheit. An ein bis zwei Samstagen pro Monat geht es mit den FriedWald-Förstern bei einem gemeinsamen Spaziergang durch den Wald. Dabei erklären sie alles Wissenswerte zu FriedWald und beantworten Fragen rund um die Bestattung in der Natur. Die nächsten Waldführungstermine, weitere Informationen und Anmeldung unter Tel.: 06155 848-100 oder www.friedwald.de/duttenstein.

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Gemeinsam pflanzen (v. l.) Matthias Laufer, Geschäftsleiter der FriedWald GmbH, Thomas Venus, Geschäftsführer der Blauwald GmbH & Co KG, und Alfons Jakl, Bürgermeister der Gemeinde Dischingen, den Eröffnungsbaum.
Foto: FriedWald GmbH

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