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Naturnahe Beerdigung im FriedWald Lossatal im Osten von Leipzig

Auf einen Blick

  • Größe: 103 Hektar
  • Baumarten: Buche, Eiche und Kiefer
  • Besonderheiten: weitläufiger Wald, sehr unterschiedliche Altersstrukturen der Bäume, nah zum Schildbergturm
  • Ausstattung: zentraler Parkplatz mit Infotafel; Andachtsplatz mit Bänken, Kreuz, Urnenstele und Rednerpult; WC; Infopfad
  • Region: Landkreis Leipzig
  • Bundesland: Sachsen
  • Eröffnung: 22. April 2026

Ein Friedhof im Wald zwischen Grimma, Riesa und Torgau

Im weitläufigen Revier „Schildauer Berg“ liegt der FriedWald Lossatal. In dem 103 Hekar großen Bestattungswald östlich von Leipzig sind Beisetzungen in biologisch abbaubaren Urnen unter Bäumen möglich. Interessierte können hier bereits zu Lebzeiten oder Angehörige im Trauerfall einen Baum oder einzelne Plätze unter einem Baum für die letzte Ruhe auswählen. Zur Wahl stehen die Baumarten Buche, Eiche und Kiefer. Entscheidend kann neben der Baumart auch das Alter des Baumes sein. Im FriedWald Lossatal gibt es sehr unterschiedliche Altersstrukturen – von jungen Pflanzungen über mittelalte Flächen bis zu alten Beständen. Viele Menschen wählen einen Baum, der zum eigenen Lebensweg oder dem der verstorbenen Person passt. Bestattungsbäume sind mit einer eindeutigen Baumnummer gekennzeichnet – die startet im Bestattungswald Lossatal immer mit LOS – und sind so immer wieder auffindbar.

Grabschmuck gibt es im FriedWald Lossatal nicht – den übernimmt die Natur immer wieder angepasst an den Lauf der Jahreszeiten. So schmücken beispielsweise buntes Herbstlaub, glitzernde Eiskristalle, zarte Frühblüher oder satt-grüne Farne die Gräber im Wald. Eine kleine Namenstafel am Baum kann auf das Grab des Verstorbenen aufmerksam machen und dem Baum zum individuellen Ort des Gedenkens machen.

Friedhof mitten im Wald – mit einer praktischen Ausstattung

Zentraler Ort des Erinnerns und Gedenkens im FriedWald Lossatal ist der Andachtsplatz. Er ist mit Bänken, einem Holzkreuz, einem Rednerpult und Urnenstelen für das Abstellen von einer oder mehreren Urnen ausgestattet. Trauerfeiern bei Beerdigungen können hier ihren Anfang nehmen. Der Andachtsplatz bietet dafür einen würdigen Rahmen unter freiem Himmel. Der Platz lädt auch zum Verweilen und Innehalten während eines Besuchs des Friedhofs im Wald ein.

Das Revier „Schildauer Berg“ ist ein sehr großes Waldgebiet. Dieses können Besuchende schon bei ihrer Anfahrt zum FriedWald genießen. Am FriedWald-Parkplatz angekommen, weist eine Informationstafel auf den Ort der letzten Ruhe hin. Der Parkplatz ist Ausgangspunkt für Waldführungen, Baumauswahltermine und Beisetzungen im 103 Hektar großen FriedWald Lossatal. Das Gelände ist bis auf einige Entwässerungsgräben eben und gut begehbar. Das trifft insbesondere auf die Hauptwege zu, diese bestehen aus feinem, gut begehbaren Schotter und sind mit einem Rollstuhl befahrbar und für einen Rollator geeignet.

In direkter Nachbarschaft zum Schildbergturm und Steinbruchsee

Wanderwege rund um den Friedhof im Wald in dem bekannten Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet Dahlener Heide führen unter anderem zum Schildbergturm. Der Schildberg ist mit seinen knapp 220 m eine der höchsten Erhebungen der Region. Vom 26 m hohen Schildbergturm hat man einen faszinierenden Ausblick über den umliegenden Wald sowie über die Stadt Schildau und die umliegenden Dörfer. Erbaut wurde der Schildbergturm 1936 aus Gestein aus dem Steinbruch, der sich am Fuße des Berges befindet. Die Arbeiten haben die Landschaft geprägt und verändert - in unmittelbarer Umgebung zum FriedWald liegt nun beispielsweise ein idyllischer Steinbruchsee.

Der FriedWald Lossatal ermöglicht Menschen zwischen Grimma, Riesa und Torgau eine wohn- und heimatnahe Beisetzung in natürlicher und friedvoller Umgebung.

Bestattungsmöglichkeiten im FriedWald Lossatal

Baum oder Platz im FriedWald Lossatal

Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freundinnen und Freunden beerdigen lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten: Ein Generationenbaum bietet Platz für mindestens zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Plätzen möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld mit forstlicher Expertise festgelegt und steht auf einer eckigen Plakette am Baum. Freie Generationenbäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2125.

Der Partnerbaum im FriedWald kann einer Einzelperson oder zwei Menschen, z. B. Ehe- oder Lebenspartnern, Geschwistern oder Freunden als Ruhestätte dienen. Freie Partnerbäume im FriedWald sind mit einem roten Band gekennzeichnet. Mit dem Partnerbaum erwerben Sie eine Ruhestätte mit zwei Plätzen mit einer Ruhezeit entsprechend der aktuellen Mindestruhefrist von derzeit 20 Jahren ab dem Tag der letzten Beisetzung. Es können keine weiteren Plätze erworben werden.

Als Alternative zu einem ganzen Baum gibt es die Möglichkeit, sich einen oder mehrere Plätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlich genutzten Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich, nebeneinander liegende Plätze auszuwählen. Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 20 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhezeit für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum von der FriedWald-Försterin oder dem FriedWald-Förster zugewiesen. Der Platz kann nicht selbst ausgewählt werden und es können keine Plätze nebeneinander erworben werden. Auch hier beträgt die Ruhezeit 20 Jahre.

Ein Platz für Sternenkinder im FriedWald Lossatal

Der Platz am Sternschnuppenbaum ist eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Für die sogenannten Sternenkinder stellt der Sternschnuppenbaum eine kostenfreie Ruhestätte dar. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten. Die Plaketten an diesen Bäumen sind mit einem besonderen Sternenmotiv geschmückt. Die Bestattung am Sternschnuppenbaum soll Eltern einen Ort schenken, an dem sie ungestört trauern und gedenken können. Meist ist der Sternschnuppenbaum schützend von älteren Bäumen umgeben.

Aus der Region

Träger des FriedWald-Standorts Lossatal ist die namensgebende Gemeinde Lossatal. Waldbesitzer ist die Freiherr von Schönberg Söhne GbR. Die FriedWald GmbH ist Konzeptgeberin und übernimmt die Verwaltung.

Anfahrt

Koordinaten FriedWald-Parkplatz: ° N, ° E Routenplaner