Naturnahe Beerdigung im FriedWald Goch-Tannenbusch

Auf einen Blick

  • Größe: 88 Hektar
  • Baumarten: Buche, Ahorn, Eiche, Stechpalme, Linde, Douglasie, Küstentanne
  • Besonderheiten: Parkplatz direkt am Bestattungswald mit behindertengerechter sanitärer Einrichtung
  • Region: Kreis Kleve
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Eröffnung: 13. November 2019

FriedWald Goch-Tannenbusch – Der besondere Friedhof im Landkreis Kleve

In der Region Niederrhein bei Kleve liegt zwischen Goch und Bedburg-Hau der FriedWald Goch-Tannenbusch. Der schöne Mischwald mit ebenem und festem Wegenetz bietet einen Ort für die letzte Ruhe. Unter den Bäumen dieses Friedhofs im Wald ruht die Asche der Verstorbenen in biologisch abbaubaren Urnen. Vor allem Buchen, aber stellenweise auch Ahorn und Eiche wachsen in dem Wald und stehen als Bestattungsbäume zur Auswahl. Die vereinzelt vorkommenden Stechpalmen, Linden, Douglasien und Küstentannen runden das Waldbild harmonisch ab.

Ort für Gedenken, Trauer und Trost – der Andachtsplatz

Zentraler Ort des Erinnerns und Gedenkens ist der Andachtsplatz. Er ist mit einem Eichenholzkreuz und Sitzbänken ausgestattet, die zum Verweilen einladen. Die Gestaltung der Trauerfeier bleibt weitgehend den Vorstellungen der Angehörigen überlassen. Auf Wunsch beginnt sie am Andachtsplatz. Die Urne kann dann während des gemeinsamen Gedenkens auf einer Stele aus Douglasienholz abgestellt werden und wird im Anschluss vom Förster oder einem Angehörigen zum Beisetzungsbaum getragen.

Individuelle Naturbestattung zwischen Goch und Kleve

Der FriedWald Goch-Tannenbusch liegt an der Bedburger Straße, die parallel zur B9 zwischen Goch und Kleve verläuft. Von beiden Orten erreicht man den FriedWald mit dem Auto in weniger als zehn Minuten. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der FriedWald über die nahegelegene Bushaltestelle in beide Richtungen gut erreichbar. Der naturnahe Friedhof liegt in dem 240 Hektar großen Waldgebiet Tannenbusch. Direkt am Bestattungswald ist ein Parkplatz vorhanden, an dem auch eine barrierefreie Toilette zur Verfügung steht. Das ebene und weitläufige Waldgebiet ist mit einem Wegenetz durchzogen. Der Parkplatz, der Andachtsplatz sowie die Hauptwege sind befestigt und auch gut mit dem Rollstuhl befahrbar.

Wer den Besuch im FriedWald mit einem Ausflug verbinden möchte, findet in Kleve viele Sehenswürdigkeiten. Wahrzeichen der Stadt ist die Schwanenburg, die das ganze Jahr über besichtigt werden kann. Zu ausgedehnten Spaziergängen laden die Klever Gärten ein. Die einzigartige Parklandschaft entstand im 17. Jahrhundert und lockt mit Alleen, Teichen, Statuen und einem Amphitheater. Die außergewöhnlichen Anlagen sind europäisches Gartendenkmal. In dieser kulturell und landschaftlich bedeutenden Gegend, bietet der FriedWald Goch-Tannenbusch verschiedene Möglichkeiten der Naturbestattung an.

Bestattungsmöglichkeiten im FriedWald Goch-Tannenbusch

Baum oder Platz im FriedWald Goch-Tannenbusch

Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit nebeneinander oder im Kreis der Familie oder von Freunden beerdigen zu lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten: Ein Baum bietet Platz für zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren, wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Personen möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld von Forst-Experten festgelegt und auf einer eckigen Plakette am Baum vermerkt. Freie Bäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2118.

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich einen oder mehrere Einzelplätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlichen Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich Plätze nebeneinander zu erwerben.

Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 15 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhefrist für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird einem im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum vom FriedWald-Förster zugewiesen. Auch hier beträgt die Ruhezeit 15 Jahre.

Der FriedWald Goch-Tannenbusch ist ein Friedhof in kirchlicher Trägerschaft. Dem christlichen Gedanken des Trägers (dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland) folgend, ist eine anonyme oder halbanonyme Bestattung nicht gestattet. Bei der Beisetzung im FriedWald Goch-Tannenbusch ist daher eine Namenstafel am Baum anzubringen, um auf die Grabstelle des Verstorbenen aufmerksam zu machen.

Ein Platz für Sternenkinder im FriedWald Goch-Tannenbusch

Der Sternschnuppenbaum ist eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Für die sogenannten Sternenkinder stellt der Sternschnuppenbaum eine kostenfreie Ruhestätte dar. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten. Die Plaketten an diesen Bäumen sind mit einem besonderen Sternenmotiv geschmückt. Die Bestattung am Sternschnuppenbaum soll Eltern einen Ort schenken, an dem sie ungestört trauern und gedenken können. Meist ist der Sternschnuppenbaum schützend von älteren Bäumen umgeben.

Aktuelle Meldungen

Aus der Region

Träger des Friedhofs im Wald ist erstmals das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland. Mit dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen betreibt FriedWald bereits Standorte. Für den FriedWald Goch-Tannenbusch ist das Regionalforstamt Niederrhein zuständig.

Anfahrt

Koordinaten FriedWald-Parkplatz: ° N; ° E Routenplaner