Naturnahe Beerdigungen im FriedWald Weilrod in Hessen

Auf einen Blick

  • Größe: 60 Hektar
  • Baumarten: Eiche, Buche, Hainbuche, vereinzelt Kiefer und Ahorn
  • Besonderheiten: Bayrhoffer Brunnen, behindertengerechte Toilette am FriedWald-Parkplatz
  • Region: Taunus
  • Bundesland: Hessen
  • Eröffnung: 26. Oktober 2006

FriedWald Weilrod – Der besondere Friedhof im Hintertaunus in Hessen

Eingebettet in die reizvolle Landschaft des Taunus liegt der FriedWald Weilrod an der östlichen Flanke des Ortsteils Altweilnau. Dieser Friedhof reicht vom Weiltal bis auf die Höhen des Heinzenbergs. Richtung Süden kann man den Blick über die Berghänge bis nach Treisberg und den Feldberg, die größte Erhebung des Mittelgebirges, schweifen lassen. Nach Norden haben Besucher einen herrlichen Ausblick über den hinteren Taunus bis in den Westerwald und auf den Vogelsberg.

Der Wald, in dem die Beerdigungen stattfinden, besticht durch den hier typischen Eichen-, Buchen-, Hainbuchen- und Rotbuchenbestand. Im Zentrum des Waldes liegt der Bayrhoffer Brunnen, ein gefasster Brunnenbereich, den der Frankfurter Maler und Naturforscher Wilhelm Bayrhoffer im Jahr 1840 entdeckte. Die Kirchengemeinde Altweilnau nutzt den Brunnen einmal im Jahr zu einem Taufgottesdienst mitten in der Natur. Hier können Sie auf den schönen Ruhebänken verweilen. Auch an anderen Stellen im FriedWald gibt es immer wieder Ruhebänke. Am Andachtsplatz in unmittelbarer Nähe des FriedWald-Parkplatzes können Angehörige nach der Bestattung trauern, Abschied nehmen und der Verstorbenen gedenken.

Dieser FriedWald-Standort steht für 99 Jahre nach Eröffnung als Friedhof zur Verfügung. Das bedeutet bis zum 31.12.2105.

Bestattungen im Mittelgebirge Taunus des Rhein-Main-Gebiets

Der Taunus, die Mittelgebirgslandschaft zwischen Hunsrück und Wetterau, hat beinahe liebliche Züge: Lang gestreckte, bewaldete Höhenzüge und schmale Wiesentäler fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild. Die Hochlagen und Talhänge sind meist bewaldet, die Tallagen und tieferen Landschaftsbecken werden hingegen landwirtschaftlich genutzt. Während der Feldberg für viele Bewohner des Rhein-Main-Gebiets ein beliebtes Ausflugsziel darstellt, sind andere Teile des Taunus noch sehr ursprünglich, abseits des städtischen Trubels, inmitten ruhiger Natur.

Bestattungsmöglichkeiten im FriedWald Weilrod

Baum oder Platz im FriedWald Weilrod

Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freunden beerdigen lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten: Ein Baum bietet Platz für zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Personen möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld von Forst-Experten festgelegt und steht auf einer eckigen Plakette am Baum. Freie Bäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2105.

Als Alternative zu einem ganzen Baum gibt es die Möglichkeit, sich einen oder mehrere Einzelplätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlichen Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich Plätze nebeneinander zu erwerben. Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 30 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhefrist für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird einem im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum vom FriedWald-Förster zugewiesen. Auch hier beträgt die Ruhezeit 30 Jahre.

Ein Platz für Sternenkinder im FriedWald Weilrod

Der Sternschnuppenbaum ist eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Für die sogenannten Sternenkinder stellt der Sternschnuppenbaum eine kostenfreie Ruhestätte dar. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten. Die Plaketten an diesen Bäumen sind mit einem besonderen Sternenmotiv geschmückt. Die Bestattung am Sternschnuppenbaum soll Eltern einen Ort schenken, an dem sie ungestört trauern und gedenken können. Meist ist der Sternschnuppenbaum schützend von älteren Bäumen umgeben.

Aktuelle Meldungen

Aus der Region

Der FriedWald Weilrod wird durch das Forstamt Weilrod von Hessen-Forst betreut. Die Gemeinde Weilrod ist Träger des Friedhofs im Wald.
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Anfahrt

Koordinaten FriedWald-Parkplatz: ° N; ° E Routenplaner