Naturbestattungen im FriedWald Münsterland in Westfalen

Auf einen Blick

  • Größe: 57 Hektar
  • Baumarten: Ahorn, Birke, Buche, Douglasie, Eberesche, Eiche, Esche, Hainbuche, Kastanie, Kirsche, Lärche, Roteiche, Tanne
  • Besonderheiten: Statue Heiliger Josef, Trauerhalle
  • Region: Münsterland
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Eröffnung: 18. Januar 2008

FriedWald Münsterland – Der besondere Friedhof in Nordrhein-Westfalen bei Warendorf

Das Bild des FriedWald Münsterland ist besonders geprägt durch kleine Teiche und 120-jährige Roteichen. An den Wurzeln dieser mächtigen Baumriesen ermöglicht FriedWald Beerdigungen. Viele weitere Laubbaumarten, wie zum Beispiel Buchen, Hainbuchen, Eichen und Eschen können ebenfalls für eine individuelle Bestattung gewählt werden. Aber auch Nadelbäume, wie beispielsweise Tannen und Douglasien, stehen zur Verfügung.

Zum Erinnern und Gedenken wurde eigens ein Andachtsplatz mit Holzkreuz auf dem Friedhof errichtet. Es ist ein Ort, an dem Beerdigungen und Trauerfeiern beginnen können. In unmittelbarer Nähe zum FriedWald-Parkplatz finden Besucher zudem eine Scheune, die Sie bei Beisetzungen als Trauerhalle mieten können.

Dieser FriedWald-Standort steht für 99 Jahre nach Eröffnung als Friedhof zur Verfügung. Das bedeutet bis zum 31. Dezember 2106.

Bestattungen unter dem Schutz des Heiligen Josef im Münsterland

Eine artenreiche Natur und die Statue des Heiligen Josef gehören zu den Besonderheiten im FriedWald Münsterland. Dieser erstreckt sich zwischen dem sogenannten Schneckenberg, einer leichten Erderhebung, und der Statue des Heiligen Josef im Freckenhorster Hagen, rund eine halbe Stunde östlich von Münster. Josef, der mit einem langen Mantel bekleidet ist und das Jesuskind schützend in seinen Händen hält, markiert die Kreuzung zweier Hauptwege, die in den Bestattungswald führen.

Sträucher wie Holunder, Pfaffenhütchen, Schlehe und Weißdorn säumen die Waldgrenzen rund um das etwa 57 Hektar große Friedhofs-Areal, das von Wasserläufen und Seen durchwoben ist. Als ehemaliger Hutewald, in dem einst Tiere weideten, ist der lichte Wald, der heute als Friedhof dient, für alle Generationen leicht begehbar.

Bestattungsmöglichkeiten im FriedWald Münsterland

Baum oder Platz im FriedWald Münsterland

Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freunden beerdigen lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten: Ein Baum bietet Platz für zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Personen möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld von Forst-Experten festgelegt und steht auf einer eckigen Plakette am Baum. Freie Bäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2106.

Als Alternative zu einem ganzen Baum gibt es die Möglichkeit, sich einen oder mehrere Einzelplätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlichen Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich Plätze nebeneinander zu erwerben. Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 30 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhefrist für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird einem im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum vom FriedWald-Förster zugewiesen. Auch hier beträgt die Ruhezeit 30 Jahre.

Ein Platz für Sternenkinder im FriedWald Münsterland

Der Sternschnuppenbaum​​​​​​​ ist eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Für die sogenannten Sternenkinder stellt der Sternschnuppenbaum eine kostenfreie Ruhestätte dar. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten. Die Plaketten an diesen Bäumen sind mit einem besonderen Sternenmotiv geschmückt. Die Bestattung am Sternschnuppenbaum soll Eltern einen Ort schenken, an dem sie ungestört trauern und gedenken können. Meist ist der Sternschnuppenbaum schützend von älteren Bäumen umgeben.

Aus der Region

Der FriedWald Münsterland wird gemeinsam mit der Stadt Warendorf und dem Waldbesitzer Graf Friedrich von Westerholt betrieben. Aktuelle Informationen und Termine aus der Region veröffentlichen die Freckenhorster Werbegemeinschaft e.V. und der Freckenhorster Heimatverein e.V.

Anfahrt

Koordinaten FriedWald-Parkplatz: ° N; ° E Routenplaner