Naturnahe Beerdigungen im FriedWald Gelnhausen in Hessen

Auf einen Blick

  • Größe: 50 Hektar
  • Baumarten: Fläche Gelnhausen-Dreieckstein: Buche, vereinzelt Eiche, Lärche, Kiefer; Fläche Gelnhausen-Hailer: Ahorn, Birke, Buche, Douglasie, Eiche, Esche, Kiefer, Kirsche, Lärche, Roteiche
  • Besonderheiten: Zwei voneinander getrennte Teilflächen mit unterschiedlichen Anfahrtswegen. Die Fläche Gelnhausen-Dreieckstein verfügt über einen Andachtsplatz und Toiletten. Die Fläche Gelnhausen-Hailer gegenüber des Friedhofs wird nur noch für Beisetzungen genutzt.
  • Region: Kinzigtal
  • Bundesland: Hessen
  • Eröffnung: 16. November 2007

FriedWald Gelnhausen – Der besondere Friedhof in Hessen nahe der Barbarossastadt

Der rund 50 Hektar große FriedWald Gelnhausen erstreckt sich über zwei räumlich voneinander getrennte Areale: das Areal „Gelnhausen-Hailer“ gegenüber dem gleichnamigen Waldfriedhof und das Areal „Gelnhausen-Dreieckstein“ unweit von Lützelhausen. Letzteres ist eine Erweiterung des seit November 2007 bestehenden FriedWald. Das Areal „Gelnhausen-Hailer“ steht mittlerweile nur noch für Bestattungen an bereits gewählten Bäumen zur Verfügung.

Auf der Fläche „Gelnhausen-Dreieckstein“ finden Sie freie Bäume, die für Beerdigungen gewählt werden können. Hier prägen vor allem Buchen das Waldbild, aber auch vereinzelte Eichen, Lärchen und Kiefern stehen für Bestattungen zur Verfügung. Es gibt einen Andachtsplatz, der nur wenige Gehminuten vom FriedWald-Parkplatz am Dreieckstein entfernt ist. Er ist mit einem Holzkreuz und Bänken ausgestattet. Bestattungen und Trauerfeiern können hier beginnen und Besucher sich ausruhen und der Verstorbenen gedenken. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Trauerhalle des Waldfriedhofs Gelnhausen Hailer für die Gestaltung der Beerdigung zu nutzen. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen FriedWald-Areal.

Dieser FriedWald-Standort steht für 99 Jahre nach Eröffnung als Friedhof zur Verfügung. Das bedeutet bis zum 31. Dezember 2106.

Bestattungen an einer historischen Stätte im Kinzigtal

Zwischen Kinzigtal und Spessart oberhalb der Stadt Gelnhausen erstreckt sich der FriedWald Gelnhausen an einem geschichtsträchtigen Ort. Schon vor mehr als dreitausend Jahren fanden Bestattungen auf dem heutigen Areal des Friedhofs statt. Ein kleines Hügelgräberfeld aus der Bronzezeit ist der Beleg dafür. Auch sonst liegt der eindrucksvolle Laubwald an einem historisch interessanten Ort: So gründete kein Geringerer als Kaiser Friedrich I. Gelnhausen im Jahr 1170, was der Stadt den Beinamen Barbarossastadt einbrachte.

Bestattungsmöglichkeiten im FriedWald Gelnhausen

Baum oder Platz im FriedWald Gelnhausen

Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freunden beerdigen lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten: Ein Baum bietet Platz für zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Personen möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld von Forst-Experten festgelegt und steht auf einer eckigen Plakette am Baum. Freie Bäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2106.

Als Alternative zu einem ganzen Baum gibt es die Möglichkeit, sich einen oder mehrere Einzelplätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlichen Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich Plätze nebeneinander zu erwerben. Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 20 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhefrist für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird einem im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum vom FriedWald-Förster zugewiesen. Auch hier beträgt die Ruhezeit 20 Jahre.

Ein Platz für Sternenkinder im FriedWald Gelnhausen

Der Sternschnuppenbaum ist eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Für die sogenannten Sternenkinder stellt der Sternschnuppenbaum eine kostenfreie Ruhestätte dar. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten. Die Plaketten an diesen Bäumen sind mit einem besonderen Sternenmotiv geschmückt. Die Bestattung am Sternschnuppenbaum soll Eltern einen Ort schenken, an dem sie ungestört trauern und gedenken können. Meist ist der Sternschnuppenbaum schützend von älteren Bäumen umgeben.

Aktuelle Meldungen

Aus der Region

Die Barbarossastadt Gelnhausen ist Träger des Bestattungswaldes. Betreut wird der Wald durch die Förster des Forstamts Hanau-Wolfgang von Hessen Forst
In der Region engagiert sich die Vogelschutzgruppe Meerholz-Hailer e.V. für den Natur- und Vogelschutz. 

Anfahrt

Koordinaten FriedWald-Parkplatz: ° N; ° E Routenplaner