Naturnahe Beerdigungen im FriedWald Reinhardswald in Hessen

Auf einen Blick

  • Größe: 116 Hektar
  • Baumarten: Ahorn, Birke, Blutbuche, Buche, Eberesche, Eiche, Erle, Kastanie, Kiefer, Lärche, Weide
  • Besonderheiten: Huteflächen, behindertengerechte Toilette (circa 300 Meter vom Parkplatz entfernt am Wegrand entlang des Infopfades), Schutzhütte
  • Region: Kassel, Reinhardswald, Weserbergland
  • Bundesland: Hessen
  • Eröffnung: 1. November 2001

FriedWald Reinhardswald in Reinhardshagen – Der besondere Friedhof im Märchenwald bei Kassel

Altehrwürdige Baumriesen machen den FriedWald Reinhardswald in Reinhardshagen bei Kassel zu einem Naturerlebnis. Mitten im rund 200 Quadratkilometer großen Waldgebiet bietet der Friedhof mit eindrucksvollen Eichen und wuchtigen alten Buchen einen Raum für naturnahe Beerdigungen. Aber auch weitere Baumarten stehen für eine Bestattung zur Verfügung – unter ihnen Ahornbäume, Birken, Ebereschen, Erlen, Kastanien, Kiefern, Lärchen und Weiden.

Beim Betreten des Waldes treffen Besucher nach nur wenigen Metern auf den Andachtsplatz des Friedhofs – ein Ort des Gedenkens und der Trauer. Hier stehen Sitzmöglichkeiten und ein herausgehobener Stellplatz für Urnen zur Verfügung. Die festen Schotter- und Erdwanderwege, die den Friedhof durchziehen, sind gut begehbar. Auf Bänken an den Waldwegen kann man sich ausruhen und verweilen. In den Hütten in der Nähe des FriedWald-Parkplatzes und am Andachtsplatz gibt es ausreichend Schutz bei schlechtem Wetter und an der Hütte am Andachtsplatz gibt es zudem eine Ablagestelle für Blumen.

Dieser FriedWald-Standort steht für 99 Jahre nach Eröffnung als Friedhof zur Verfügung. Das bedeutet bis zum 31. Dezember 2100.

Bestattungen im Märchenwald bei Kassel

Zwischen Kassel und Göttingen passiert die „Deutsche Märchenstraße“ den Reinhardswald. Hier finden Sie alles, was einen bezaubernden Märchenwald ausmacht. Der Reinhardswald ist einer der romantischsten Wälder Deutschlands. Er ist der Ursprung vieler Legenden, Sagen sowie der Grimm’schen Märchen – und somit auch die Heimat des Dornröschenschlosses Sababurg. Die mächtigen alten Eichen und Buchen auf unserem Friedhof zeugen von der Siedlungsgeschichte des Waldes, die bis in die Bronzezeit zurückreicht. Bereits seit Ende 2001 stehen verschiedenste Bäume für eine Beerdigung zur Verfügung. Seit November 2017 ist der Reinhardswald vom Land Hessen auch offiziell als Naturpark anerkannt.

Bestattungsmöglichkeiten im FriedWald Reinhardswald

Baum oder Platz im FriedWald Reinhardswald

Im FriedWald kann man sich einzeln, zu zweit, im Kreis der Familie oder neben Freunden beerdigen lassen. Dafür werden verschiedene Möglichkeiten geboten: Ein Baum bietet Platz für zwei Personen. Abhängig von verschiedenen Faktoren wie der Lage und den Eigenschaften des gewählten Baumes, ist eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zwanzig Personen möglich. Die Anzahl der Plätze wird im Vorfeld von Forst-Experten festgelegt und steht auf einer eckigen Plakette am Baum. Freie Bäume im FriedWald sind mit einem blauen Band gekennzeichnet. Die Ruhezeit läuft bis zum 31. Dezember 2100.

Als Alternative zu einem ganzen Baum gibt es die Möglichkeit, sich einen oder mehrere Einzelplätze im FriedWald zu sichern und sich an einem gemeinschaftlichen Baum bestatten zu lassen. An diesen Bäumen, die mit einem gelben Band gekennzeichnet sind, finden bis zu zwanzig Personen ihre letzte Ruhe. Hier erwirbt man nur einzelne Plätze an einem selbst ausgewählten Baum, nicht das Beerdigungsrecht rund um den gesamten Baum. Selbstverständlich ist es möglich Plätze nebeneinander zu erwerben. Die Option eines Platzes an diesem Standort beinhaltet eine Ruhezeit von derzeit 20 Jahren. Bei zusammengehörigen Einzelplätzen beginnt der Ablauf der Ruhefrist für alle Plätze mit der letzten Beerdigung.

Fällt die Entscheidung auf einen Basisplatz, wird einem im Trauerfall ein Platz an einem gemeinschaftlich genutzten Baum vom FriedWald-Förster zugewiesen. Auch hier beträgt die Ruhezeit 20 Jahre.

Ein Platz für Sternenkinder im FriedWald Reinhardswald

Der Sternschnuppenbaum​​​​​​​ ist eine Bestattungsmöglichkeit für Eltern, die sich zu früh von ihrem Kind verabschieden mussten. Für die sogenannten Sternenkinder stellt der Sternschnuppenbaum eine kostenfreie Ruhestätte dar. Eltern, deren Kinder bis zum dritten Lebensjahr oder in einem Hospiz verstorben sind, zahlen lediglich die Beisetzungskosten. Die Plaketten an diesen Bäumen sind mit einem besonderen Sternenmotiv geschmückt. Die Bestattung am Sternschnuppenbaum soll Eltern einen Ort schenken, an dem sie ungestört trauern und gedenken können. Meist ist der Sternschnuppenbaum schützend von älteren Bäumen umgeben.

Aktuelle Meldungen

Aus der Region

Der FriedWald Reinhardswald liegt inmitten des Naturpark Reinhardswald. Die Gegend ist auch als Märchenland Reinhardswald bekannt. Die Betreuung des Bestattungswaldes übernimmt das Forstamt Reinhardshagen von Hessen-Forst. Träger des Friedhofs im Wald ist die Gemeinde Reinhardshagen

Anfahrt

Koordinaten FriedWald-Parkplatz: ° N; ° E Routenplaner

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in den FriedWald Reinhardswald

Direkt am Eingang zum FriedWald Reinhardswald gibt es eine Bushaltestelle mit dem Namen „Reinhardswald Friedwald“. Dies ist eine Haltestelle der regionalen Buslinie 190, die zwischen Hofgeismar und Hann. Münden verkehrt. Von beiden Richtungen aus dauert die Fahrt in den Bestattungswald etwa eine halbe Stunde. Weitere Informationen und eine genaue Fahrplanauskunft gibt es beim Nordhessischen VerkehrsVerbund: www.nvv.de